Nach Aufkommen der Bluetooth-Technik wurmte es mich natürlich, daß für die IIIc-er Palms keine Lösungen mehr angeboten wurden.
Während eines Treffens unserer PUG setzte mir dann Ozei (Michael Osei-Ampu) den Floh ins Ohr, ev. ein Blue5 von TDK umzubauen. Dies gelang letztlich, da auch Hardy (Hardy Mlasowsky) dies für den Handera 330 vorhatte und Tipps geben konnte, allerdings ein anderes interessantes Konzept verfolgte. Siehe www.h-ml.de
Es gilt zwei Hürden zu nehmen.
Erstens: die Steckverbindung zum Serial Port des Palm IIIc, da die Ver-Palms andere Stecker haben.
Zweitens: eine externe Stromversorgung ist notwendig, da die 3,3V des IIIc lediglich für die HotSync-Taste gedacht sind und keine Leistung zur Verfügung stellen.
In jedem Fall muß man das Blue5 aufschrauben, so daß Garantieansprüche entfallen! Alle Manipulationen erfolgen auf eigene Gefahr!
Steckverbindung
Zunächst wurden die beiden Rastnasen vom Blue5-Stecker abgesägt, da sie mehr behinderten als halfen. Dann nahm ich einen "Bridge"-Adapter/Verlängerung (www.midwestpcbdesigns.com) und entfernte das Gehäuse. Die übrig gebliebene Miniplatine mit Stecker schraubte ich dann zentral mit einer *sehr* kleinen Schraube (Modelleisenbahn) in den Stecker des Blue5 (Vorbohren!). Vorsicht, daß die Federzungen nicht von der Schraube berührt werden. Die Leiterbahnen der Miniplatine müssen natürlich jede Federzunge berühren, nur Nummer 2 (siehe "Stromversorgung") sollte unterbrochen werden, damit hier keine Fremdspannung am Serial Port des Palms anliegt.
Die Verbindung erwies sich bisher elektrisch und mechanisch als sehr stabil.
![[Blue5-Umbauskizze1]](pic/blue5sk1.jpg)
Eine alternative Lösung mit einem Cradlestecker (gibt's bei www.gpskabel.de), der auf die Federzungen "huckepack" aufgelötet und über einen Kunststoffwinkel mechanisch stabilisiert wurde, sah zwar besser aus, erwies sich als zu instabil. Außerdem kommt man in einem Reparaturfall schlecht wieder an die Lötstellen.
Stromversorgung
Hier entschied ich mich für ein 4xAAA-Gehäuse (Conrad Electronic), welches mit zwei tesa Power Stripes mini an der Unterseite des Blue5 befestigt wurde. Es passt in der Breite ziemlich genau. Drei NiMH-Micro-Zellen liefern optimale 3,6V und im vierten Schacht ist noch ein Schiebeschalter (Ein/Aus) untergebracht. Die Kabel wurden einfach in der Kontaktdurchführung auf der Unterseite des Blue5 eingeklemmt (Pin2 = Plus, Pin10 = Minus).
![[Blue5-Umbauskizze2]](pic/blue5sk2.jpg)
Wer mag, kann sich auch noch eine Abdeckung bauen. Mit den 700mAh-NiMH-Zellen kann man gut 20h lang funken.
Es gibt auch kleine, kompakte 3,6V-Einzelzellen, die das Ganze noch kleiner und leichter machen würden. Allerdings braucht man dafür einen Lader mit passender Spannung und die Betriebszeit ist natürlich kürzer.